Coworking mal anders – 10. Schwabinger Hof-Flohmärkte

Veröffentlicht am 27. Juni 2009 von Felix Schürholz in Kategorie: CoWorking Kultur, CoWorking News intern, Feuilleton, Fun, Satire, Fundsachen, Gesellschaftliches, New Work, New Life | Trackback URL | Zur Diskussion

Heute fanden die 10. Schwabinger Hof-Flohmärkte in München statt. 200 Hausgemeinschaften in Schwabing  luden zu einem Rundgang durch ihre ca. 85 Hinterhöfe ein.

Organisiert vom Nachbarschaftsprojekt in der Seidlvilla war die Veranstaltung ein voller Erfolg! Diese Einschätzung ist natürlich eine ganz persönliche und mißt sich zum einen an den vielen Schnäppchen und Fundstücken, die ich wieder nach Hause tragen oder schieben konnte (ein Satz Golfschläger mit Wägelchen, verschiedene Massagegeräte, einen “Miniatur-Porsche”, eine Amerika-Fahne, ein Tipp-Kick Spiel etc.). Wichtiger und bewegender war jedoch die Freude, Offenheit, Spontanität und Großzügigkeit aller Beteiligten.

Hier fand lebendiger Austausch, direkte Kommunikation (eine Chance, dem Nachbarn auch mal zu sagen, dass er sein Auto anders parken könnte…) und aktives teilen statt, wie es auch für jede Bürogemeinschaft oder Coworking Initiative vorbildlich sein könnte. DSCF7418

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“Coworking is the social gathering of a group of people, who are still working independently, but who share values and who are interested in the synergy that can happen from working with talented people in the same space.” (Wikipedia)

Wie reich und bunt eine Stadt oder ein Viertel ist zeigt sich oft leider (bisher) nur an solchen, wenigen besonderen Tagen. Türen, Höfe, Garagen, Keller, Gärten, Büros etc. öffnen sich, um Einblick zu geben in die Vielfalt und Einzigartigkeit, die sich dahinter verbirgt. Mit ein wenig Neugier und Kontaktfreude gelang es mir einen Teil Münchner Geschichte für mich zu eröffnen, die mir bisher unbekannt war. Angezogen durch das schöne Fenster einer Bürogemeinschaft (siehe Bild unten rechts) nährte ich mich, ohne es zu wissen, der ehemaligen Wohnung von Wladimir Iljitsch Uljánow, besser bekannt als “Lenin”, dem Anführer der russischen Oktoberrevolution von 1917 und dem Gründer der Sowjetunion.

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DSCF7450Die Anwesenheit Lenins hat Schwabing und der Kaiserstrasse, in der er als Herr Meyer im Jahre 1900 wohnte, nicht geschadet. Schwabing hat heute geblüht voller Lebensfreude, Kreativität und guter Nachbarschaft.

Ich freue mich schon auf die 11. Schwabinger Hof-Flohmärkte im nächsten Sommer und hoffe, dass dann auch schon der erste Münchner Coworking Center seine Türen öffnen kann.



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