Information Work Studie 2009

Veröffentlicht am 16. Juni 2009 von Florian Rustler in Kategorie: Arbeitsplatz, Ausstattung, Bürogestaltung, Studien und Trends | Trackback URL | Zur Diskussion

Das Fraunhofer Institut befragte im letzten Jahr über 1000 Teilnehmer im Rahmen des Information Worker Check über die Potenziale von Informations– und Kommunikationstechnologien bei der Büro- und Wissensarbeit.
Das Ergebnis: Eine bessere Technische Ausstattung an Informations- und Telekommunikationstechnologie führt zu einer höheren Prozessperformance der Wissensarbeiter.

Die Teilnehmer
Teilgenommen an der Studie haben Entscheider im mittleren und oberen Management (22%), Menschen mit  Personalverantwortung für einen kleineren Bereich (24%) und Menschen ohne Personalverantwortung (54%, hierunter befindet sich wahrscheinlich der typische CoWorker).

Für die sogenannten Wissensarbeiter haben digitale Informationen laut der Studie inzwischen eine deutlich höheren Stellenwert als die papiergestützten Informationen, daher ist es nicht verwunderlich, dass eine gute technische Ausstattung sich auch auf die Möglichkeiten diese Information zu verarbeiten nieder schlägt.

Die Teilnehmer wurden anhand ihrer Angaben in vier Typen eingeteilt, die sich hinsichtlich ihrer Ausstattung an Informations- und Kommunikationstechnologien, hinsichtlich ihrer Prozess-Performance und hinsichtlich ihrer Beurteilung der Arbeitszufriedenheit und des Wohlbefindens unterscheiden. Dabei ließen sich hohe Korrelationen zwischen Performance und technischer Ausstattung zeigen.
Die Studie schätzt, dass momentan Produktivitätssteigerungen im zweistelligen Bereich möglich sind, wenn man an den beiden Stellhebeln Ausstattung und Autonomie drehe.

Konsequenzen für CoWorking Orte
„Die hochsignifikanten Korrelationswerte der einzelnen Indices zeigen, dass sowohl die Qualität der IuK-Ausstattung als auch Contentment- und Autonomieaspekte geeignete Stellhebel zur Performance-Optimierung bieten und sich hierüber gewichtige Performance- Potenziale erschliessen lassen. Die Erhöhung der (Arbeits-)Autonomie, also das »einräumen und nutzen können« sowohl inhaltlicher und zeitlicher aber auch örtlich/räumlicher Freiheitsgrade und Wahlmöglichkeiten trägt bei Wissensarbeitern nicht nur zur Förderung von Zufriedenheit und Wohlbefinden bei, sondern steigert auch deren Performanz.
Zudem gilt: je höherwertiger die Qualität der zur Verfügung stehenden IuK-Ausstattung ist, desto besser ist im allgemeinen auch die Prozess-Performance der Wissensarbeiter“

Die gute Nachricht für alle CoWorker: Die Arbeitsautonomie als auch die Freiheitsgrade in räumlicher und zeitlicher Hinsicht sind Bestandteil der beruflichen Situation der meisten CoWorker. CoWorking Orte können jedoch das Wohlbefinden als auch die technische Infrastruktur gezielt positiv beeinflussen.

Die vollständige Studie gibt es im IAO Shop



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