Smart Work Center kontra Coworking Center – Effizienz trifft auf Kreativität

Veröffentlicht am 24. Juli 2009 von Felix Schürholz in Kategorie: CoWorking Basics, Konzeptionelles, Entrepreneurship, kleine Unternehmen, Fundsachen, Gesellschaftliches, New Work, New Life, Meinung, Praxisberichte, Beispiele, Best-Practice, Videos | Trackback URL | Zur Diskussion

Als ich vom Konzept eines Smart Work Centers hörte war ich begeistert. Gemeinsames Arbeiten am Wohnort, Kinderbetreuung, kurze Wege etc. , alles Aspekte, die ich auch von einem Coworking Center erwarten würde. Ein Film auf YouTube verstärkte mein Interesse. Doch wie sieht der Smart Work Center in der Praxis aus? Nach etwas erschwerter Suche im Netz, endlich die Webseite des ersten SWCs in Amsterdam. Doch damit auch Ernüchterung. Wie können solche Gebäude entstehen, in denen Menschen arbeiten und leben sollen? Ich glaube nicht, dass diese Architektur Kreativität  fördert. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man an diesem Ort Projekte entwickelt, die das “richtige” Augenmaß besitzen für individuelle, menschliche Bedürfnisse. Effizienz steht mir hier zu sehr im Vordergrund.

Ohne Frage stehen wir vor großen Herausforderungen bezüglich Umwelt, Energie und effizienter Nutzung unserer Ressourcen. Das Projekt “Connected Urban Development” (CUD) bietet hier viele interessante Denkansätze, die sich diesen Aufgaben stellen. Doch Vernetzung und Effizienz an sich, sind in meinen Augen noch keine “eigenständigen” Werte und erinnern mich mehr an die Schreckensvision von Orwells “1984″.

Coworking Center sollten daher meiner Meinung nach intelligent in gewachsene Strukturen eingebunden sein. Der Coworking Center auf der “grünen Wiese” ist, wie das Beispiel Amsterdam (Almere) zeigt,  nicht grün, sondern grau.

Es gibt unendlich viele Beispiele, wo die Integration von “Altem” mit “Neuem” versucht wird und in vielen Teilen gelingen kann. Ich denke etwa an die Speicherstadt in Hamburg oder die Docklands in London.

Ich wünsche insbesondere mehr deutschen Städteplanern den Mut und die Lust, dies auch in ihren Städten zu wagen.

“Smart” muss also nicht grau sein, Coworking darf auch effizient sein, und Kreativität hat viele Gesichter.

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