Cohousing and Coworking: Was haben Sie gemeinsam?

Veröffentlicht am 10. August 2009 von Felix Schürholz in Kategorie: CoWorking Kultur, Fundsachen, Gesellschaftliches, New Work, New Life, Meinung, Studien und Trends | Trackback URL | Zur Diskussion

In den USA findet schon seit einiger Zeit ein fruchtbarer Austausch zwischen Cohousing and Coworking statt. Da die Cohousing Bewegung älter als die Coworking Bewegung ist, versuchen insbesondere Coworking Gründer aus den Erfahrungen der Cohousing Projekte zu lernen.

Laut Wikipedia ist Cohousing: “… eine geplante Gemeinschaft, die aus privaten Wohnungen oder Häusern besteht, die durch umfangreiche Gemeinschaftseinrichtungen ergänzt werden.” Diese Gemeinschaftseinrichtungen können gemeinsame Küchen und Speiseräume sein, aber auch Büros, Kindertagesstätten, Fitnesscenter, Bibliotheken, Cafés, kulturelle Angebote (wie Heimkinos) oder gemeinschaftlich, genutzte Werkstätten.

Die gemeinschaftliche Ressourcenplanung kann erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen und ist in den meisten Fällen auch ökologisch sinnvoll. Stichworte sind hier sicher bessere Ressourcenauslastung, gemeinsamer Einkauf von Gütern, als auch kurze Wege, die zu Zeit- und Energieeinsparung führen. Ähnliche Gedanken haben sicher auch zu den “Smart Work Centern” geführt (siehe Artikel vom 24.7.09).

Die Liste obiger Gemeinschaftseinrichtungen, wie gemeinsame Küche, Kindertagesstätten und Fitnesscenter hat, wie einige Praxisbeispiele zeigen (siehe Steckbriefe und Coworking Verzeichnis), bereits Einzug in einigen Coworking Centern und Initiativen gehalten. Ich halte diese Entwicklung in vielen Fällen für sehr gut, wobei sie aber auch zeigt, wie wichtig hier eine Abstimmung und Dialog zwischen Cohousing und Coworking Projekten ist. Die gemeinsame Schnittmenge der beiden Bewegungen ist sehr gross, nur der Fokus ist je nach Philosophie der beteiligten Personen oft sehr unterschiedlich. Nimmt man das Thema “Work / Life Balance” wird schnell klar, dass jeder hier unterschiedliche Prioritäten setzt.

Ich hoffe, dass auch im deutschsprachigen Raum der Dialog zwischen “Cohousing” und “Coworking” stetig steigen möge, im Sinne von ressourcenschonenden und kreativen Lösungen.



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