Probearbeiten im Studio 70

Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von Felix Schürholz in Kategorie: Arbeitsplatz, Ausstattung, Bürogestaltung, CoWorking Kultur, Entrepreneurship, kleine Unternehmen, Praxisberichte, Beispiele, Best-Practice | Trackback URL | Zur Diskussion

Montag, 30. November 2009, 17 Uhr, Probearbeiten im Studio 70 in Berlin. Anja (Journalistin), Martin (Kulturwissenschaftler), Mathias (Illustrator) und Sebastian (Projektberater, Hallenprojekt) arbeiten alle um und an dem “großen, langen Tisch” in der Raummitte. Sebastian erklärt: “Der Tisch ist Symbol und Ausdruck unseres gemeinsamen Arbeitens, entsprechend der Philosophie des Hallenprojektes.” Gemeinschaft wird hier konkret gelebt, Einzeltische stehen hier nicht hoch im Kurs.

Das Studio 70 versteht sich als Ort, an dem gemeinsam gearbeitet, gemeinsam gekocht, gemeinsam “gebaustelt“, gemeinsam “veranstaltet” und gemeinsam “Verantwortung übernommen wird”. Das Kernteam besteht aus 8 Personen. Hauptmieter (Vermieter) ist Reinhard. Als Veranstaltungstechniker baut er in seiner angeschlossenen Werkstatt auf Bestellung alles, was Künstler und Museen an Beleuchtung und Spezialanfertigungen benötigen.

In der Kernzeit von 10 bis 18 Uhr an Wochentagen kann man eigentlich immer unangemeldet kommen. Schlüssel besitzen die meisten Kernteammitglieder, und wenn mal keiner da sein sollte, kann man Reinhard, der auch oben im Haus wohnt, immer mal ansprechen. Alle kennen sich untereinander und kommen regelmäßig her.

So wie ich gerade aus München einfach mal vorbeigekommen bin, kam auch Wolfgang (“Unternehmer, Utopist und Universaldilettant”) gerade aus Hamburg zum Arbeiten vorbei. Auch er Mit-Organisator einer Coworking Initiative. Es dauert nicht lange, vielleicht eine halbe Stunde, dann sind auch wir in die Tischrunde integriert.

Hier wandern Ideen, Wissen, Träume, “das Neuste aus dem Netz” (und darüberhinaus) “mal steil, mal direkt” über den Tisch. Ein besonderer Ort, an dem unmittelbarer Austausch stattfindet.

Ich kann das Studio 70 jedem empfehlen, der Coworking am “großen, langen Tisch” mal für sich testen möchte. Ich finde das Konzept schlüssig und die Umsetzung gelungen. Herzlichen Glückwunsch und weiter viel Erfolg allen Beteiligten!



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