Regus bietet flexible Arbeitsplätze

Veröffentlicht am 26. Januar 2010 von Alexander Greisle in Kategorie: Fundsachen, Gesellschaftliches, New Work, New Life, Meinung | Trackback URL | Zur Diskussion

Regus, der Marktführer bei Business Centern, positioniert einen Teil des Angebots verstärkt als „Business Lounge für mobilere Mitarbeiter“. Los geht es in München, in der Maximilianstraße.

Mit einem ansprechenden Design im Stil eines Boutique-Hotels bietet die neue Lounge Geschäftsreisenden künftig allen erdenklichen Komfort, um sich in angenehmer Atmosphäre mit Kunden zu treffen oder in Ruhe zu arbeiten. Das Konzept, bei dem die Business Lounges in den Regus Centern in Zukunft wesentlich mehr Gewicht erhalten, spiegelt den Trend zu einer immer mobileren Arbeitswelt wider, dem Regus auch mit seinem weltweit erfolgreichen Businessworld-Programm Rechnung trägt. Mitglieder haben weltweit kostenlos Zugang zu allen Business Lounges von Regus.

Eine Stärke von Regus ist dabei sicher die Vielzahl an Kooperationen, die Verfügbarkeit in der Fläche und die hohe Marktbekanntheit. Zwar fällt der Begriff „CoWorking“ nicht explizit, und dass Business Lounges á la Regus vom Aufbau des Angebotes kein wirkliches CoWorking ist, ist unbenommen – doch ist die angesprochene Zielgruppe eine, mit der auch in verschiedenen CoWorking-Businessplänen gerechnet wird.

Was bedeutet dieser Markteintritt für die vielen entstehenden CoWorking-Center? Zum einen natürlich eine große Chance: der Bekanntheitsgrad mobiler, flexibel nutzbarer Arbeitsorte steigt. Und sicher erleichtert es auch die eine oder andere Argumentation, wenn selbst Schwergewichte wie Regus auf den Trend aufspringen.

Gerade für die CoWorking-Center in größeren Städten, in denen auch Regus aktiv ist, brauchen damit eine bessere Positionierung: Was bietet CoWorking mehr? Wie grenzen sich CoWorking-Center ab? Was ist der Spirit, den ein Businesscenter niemals haben wird? Warum soll ich dahin und nicht dorthin? Fragen, die man sich nicht stellen muß, außer man will die zahlungskräftigere Businessclientel ansprechen. Alleine der Preis wirds für eine anspruchsvolle Unternehmerclientel nicht richten.

Uns interessiert eure Meinung:
Eintritt von Regus in den CoWorking-Dunstkreis – Chance, Risiko oder einfach nur egal?



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4 Kommentare
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  1. Meine persönliche Prognose ist, dass bald alle Business Center ihre Angebote mit gezielten Leistungen und Preise für die Coworking-Zielgruppen anpassen werden. Der neue Trend gewinnt immer mehr Popularität und Akzeptanz. Da die Infrastruktur, Professionalität und Kapazität in Business Centern schon vorhanden sind, brauchen die Business Center „nur noch“ Communities bauen, also den Orten eine Seele geben. Ob sie das schaffen? Hmmm…schwer zu sagen!

  2. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von coworking-news.de, Doris Schuppe erwähnt. Doris Schuppe sagte: Auf dem Weg zum CoWorking: Regus bietet flexible Arbeitsplätze in "Business Lounge" http://ow.ly/10tBt via @CoWorking_News […]

  3. Mir scheint das Konzept von Regus in etwa so zu Coworking zu stehen, wie ein Nobelhotel zu einem gut ausgestatteten Hostel. Und letztere haben, zumindest hier in Frankfurt, krisenbedingt einen hohen Zulauf. Etwa von Geschäftsreisenden, die nicht auf Spesen, sondern als Unternehmer reisen. Und dieser Zielgruppe wird es neben dem Geld auf die Community ankommen.

  4. Ich denke mal, die Business Center können gar nicht anders als auf den Coworking-Zug aufzuspringen, wenn sie weiteres Wachstum verzeichnen wollen. Denn die restliche Klientel der Business Center wächst eher träge und der Leerstand ist je nach Standort schon enorm. Ich denek daher, dass solche Lounges sich in den meisten Business Centern durchsetzen werden, um so auch schon frühe eine Bindung potentieller Klientel an das jeweilige Unternehmen zu erreichen. Wer in der Startup-Phase bei Regus im Coworking war, wird vielleicht auch später geneigt sein, dort Büros anzumieten und für Seminare oder Besprechungen dort Konferenzräume anzumieten. Die produktive und kreative Atmosphäre eines solchen Coworking-Raums in Business Centern kann zusätzlich ein Verkaufsargument für die anderen Produkte und Dienstleistungen, wenn zusätzlicher Bedarf an Arbeitsplätzen im gleichen Gebäude per Coworking verfügbar sind und man nicht nach jeder größeren Wachstumsphase gleich in größere Büros ziehen oder Käfighaltung betreiben muss. Gleichzeitig wären diverse Dienstleistungen von Business Centern auch für Coworker von Interesse, weshalb es ja auch bereits Spaces gibt, wo zusätzliche Leistungen wie Geschäftsadresse, Postfach und / oder Post-Weiterleitung usw. angeboten werden. Langfristig dürfte so die Grenze zwischen Coworking Spaces und Business Centern verschwimmen und gerade deshalb ist es wichtig, dass sich die Coworking Spaces durch ihre Netzwerke vor Ort und für ihre hauptsächliche Klientel interessante Zusatzangebote positionieren und auch differenzieren.

    Ich habe kürzlich auch zu dem Thema gebloggt:

    http://www.coworkingszene.de/2011/02/coworking-und-business-center/

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