CoWorking und digitale Boheme. Oder auch nicht.

Veröffentlicht am 3. Februar 2010 von Alexander Greisle in Kategorie: CoWorking Kultur, Meinung | Trackback URL | Zur Diskussion

“Die digitale Boheme zieht es zurück ins Büro: Sie mietet sich Schreibtische auf Zeit”

lautet der Untertitel des Artikels “Arbeitsplätze der Zukunft” über CoWorking in der Berliner Zeitung. Ich mag diesen Untertitel im Zusammenhang mit CoWorking nicht.

CoWorking ist sicher eine Form von “Arbeitsplätzen der Zukunft”, keine Frage. Es ist aber nicht die Zukunft der Arbeit, ein digitaler Boheme zu sein. Anders ausgedrückt, es ist nur eine mögliche Zukunft. Es ist ohne Zweifel OK, wenn damit ein Lebensgefühl gemeint ist und man es chic und gut findet, Boheme zu sein und so zu leben.

Als allgemeine Klassifizierung für Selbstständige und Freiberufler taugt der Begriff so gar nicht. Freiberufler und kleine Unternehmer ungleich digitale Boheme. Ich persönlich finde mich darin nicht wieder. Ich bin kein Bohemian sondern selbstständiger Unternehmer in der Rechtsform eines Freiberuflers. Ich fühle mich nicht (und auch nicht wohl) als intellektuelle Randgruppe, egal ob mit oder ohne Laptop.

Für mich bedeutet CoWorking auch: Man wird so erfolgreich wie die Leute mit denen man sich umgibt. Und da umgebe ich mich lieber mit anderen erfolgreichen Unternehmern um auf Gegenseitigkeit zu lernen und sich zu verbessern. Auch wenn es natürlich viel zeitgeistiger wäre, ein Bohemian zu sein.

Inspirierend für beide Seiten dürfte die Durchmischung in einem CoWorking-Ort  sein. Offenes Mindset auf beiden Seiten vorausgesetzt.



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