Coworking: “Soziales Empfehlungsmarketing unter Wissensarbeitern”

Veröffentlicht am 12. März 2010 von Felix Schürholz in Kategorie: CoWorking Klatsch & Tratsch, CoWorking Kultur, Meinung, Studien und Trends | Trackback URL | Zur Diskussion

Auf die Frage: “Was ist Coworking?” haben die Teilnehmer des Kreativabends der Ideengeber.org am 10. März 2010 eine durchaus originelle Antwort gefunden – Soziales Empfehlungsmarketing unter Wissensarbeitern. Die Definition erscheint zunächst ungewöhnlich, könnte sich in der Praxis aber als durchaus “anwenderfreundlich” erweisen. Dass neben allen anderen Berufsgruppen auch Wissensarbeiter von Empfehlungsmarketing profitieren, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Die Tatsache, dass es in diesem Zusammenhang um einen sozialen Aspekt des Miteinanders geht, bedarf jedoch einer Erklärung.

Wer als “Home-Office Worker”  in der Regel mehr oder weniger isoliert arbeitet, für den ist und war Empfehlungsmarketing immer schon interessant. Auch bekannt als “Netzwerk-Marketing” stößt dieser Prozess jedoch schnell an seine Grenzen, wenn mehrere “Marktwettbewerber” im gleichen Netzwerk aktiv sind. Wen empfehlen und warum, ohne die Beziehung zu den anderen “Wettbewerbern” zu belasten?

An diesem Punkt haben die Ideengeber, der obigen Coworking Definition, beschlossen, den Focus und Rahmen des Interesses zu erweitern. Sie gehen davon aus, dass ohne eine soziale Einstellung, soziale, gesellschaftliche Einbindung oder soziales Verhalten, Empfehlungsmarketing nicht authentisch und nachhaltig ist. Erst die konkrete Zusammenarbeit, das gemeinsame Lernen und das Bemühen um die sozialen Strukturen innerhalb und außerhalb eines Coworking Spaces führen zu dem, was sie Coworking nennen.

Welche gesellschaftliche Relevanz diese Ideen haben läßt sich erahnen, wenn Themen wie “Bedingungsloses Grundeinkommen” und “Coworking” zueinander in Beziehung gesetzt werden. Inspiriert durch den Pilot-Versuch der Breuninger-Stiftung zum “Bedingungslosen Grundeinkommen“, sehen die Ideengeber des 10. März 2010, auch die Möglichkeit einen Coworking Space nach ähnlichem Model zu starten. Ausgerüstet mit einem Grundeinkommen, könnte jeder Coworker so sozial, offen und optimistisch mit seinen Coworkern kooperieren. Wieviel authentischer, qualitätsvoller und produktiver wäre so ein “Coworking”?

Nächster Kreativabend der Ideengeber.org ist am 14. April.



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