250 qm? Ja, aber…

Veröffentlicht am 21. April 2010 von Alexander Greisle in Kategorie: Arbeitsplatz, Ausstattung, Bürogestaltung, Themenbeiträge | Trackback URL | Zur Diskussion

250 qm als CoWorking-Arbeitsfläche im Angebot? Wahrscheinlich nicht, wir sind in Deutschland… Entsprechend gibt es eine Deutsche Industrie-Norm, liebevoll DIN genannt. Diese hört auf den klangvollen Namen DIN 277 (2005). Und in ihr wird kräftig unterschieden.

Zunächst in Brutto- und in Netto-Grundfläche (ach ja, Abkürzungen, hier BGF und NGF). Fangen wir mit der Brutto-Grundfläche an. Sie, die BGF, ist die Summe der Grundflächen aller Ebenen eines Bauwerks, wiederum unterteilt in Konstruktions-Grundfläche und die schon erwähnte Netto-Grundfläche. Konzentrieren wir uns auf diese.

Mit etwas Glück sind die 250 qm die NGF, die Netto-Grundfläche. Erwartungsgemäß lässt sich auch sie unterteilen. Die Technische Funktionsfläche (TF) dient der Unterbringung von betriebstechnischen Anlagen, Heizung und Klima beispielsweise. Die Verkehrsfläche (VF) sind die Flächen, die für den Zugang zu den Räumen, für den innergebäudlichen Verkehr und die Fluchtwege eingeplant werden müssen.

Rechnet man nun BGF ./. TF ./. VF, dann kommt man nur Nutzfläche (NF). Fast mag man es nicht glauben, aber seit 2005 – wahrscheinlich im Zuge des Bürokratieabbaus – ist diese nicht mehr weiter unterteilt. Und so umfasst die NF also alle Büro- und Arbeitsflächen inklusive Besprechungsräumen aber auch Wohnflächen, Lagerflächen, Produktions- und Laborflächen, Aufenthaltsflächen und die sanitären Anlagen. Kleiner Nebenaspekt der NGF: Fest eingebaute Gegenstände, z. B. die Heizkörper, gehören dazu.

Und so werden aus 250 qm CoWorking-(Arbeits-)Fläche rasch weniger.



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