Qualitätsaspekt Licht

Veröffentlicht am 14. April 2010 von Alexander Greisle in Kategorie: Arbeitsplatz, Ausstattung, Bürogestaltung, Themenbeiträge | Trackback URL | Zur Diskussion

Licht hat direkte Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit. Im Beitrag “Licht ins Dunkel” haben wir uns bereits mit den Auswirkungen auf den Biorhythmus beschäftigt. Heute möchte ich ein paar Aspekte aufzeigen, wie Licht in guten Büroumgebungen gestaltet werden kann.

Zunächst gibt es einige Aspekte auf die zu achten ist:

  • Helligkeit
  • Leuchtdichte und deren Verteilung im Raum
  • Flimmerfreiheit der Leuchtmittel
  • Begrenzung von Direktblendungen, z.B. durch Fenster und Leuchten
  • Begrenzung von Reflexionen auf Bildschirm und Arbeitsflächen (unter anderem auch der Schreibtischoberfläche – IKEA-Ausstatter werden in wenigen Monaten wissen, was ich meine)
  • Schattenbildung
  • Lichtfarbe und Farbwirkung (gerade für Fotografen und Designer wichtig)

Drei wesentliche Lichtquellen gibt es für den CoWorker:

  1. Tageslicht durch Fenster oder intelligente Lichtführung
  2. Raumbeleuchtung über die Decke
  3. Arbeitsplatzbeleuchtung über Schreibtisch- oder geeignete Stehlampen

Ein gutes Beleuchtungskonzept kombiniert alle drei sinnvoll. Insbesondere Tageslicht ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Daneben gibt es natürlich die Möglichkeit, durch indirekte und/oder farbige Beleuchtung Akzente zu setze, sei es im Design oder in der Raumgliederung.

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG, übrigens immer eine gute Quelle rund um Ergonomie und Raumgestaltung) hat in ihrer Fachinformation BGI 650 sinnvolle Richtwerte aufgestellt:

vbg_bgi-650 Quelle: VBG, BGI 650, Seite 80

Am Schreibtisch wird also eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux gefordert, an der Arbeitsfläche von 750 Lux. Für Besprechungen sind ebenfalls 500 Lux gefordert.

Zu diesen Zahlen ist zu sagen, dass es leider nicht gilt, auf die entsprechende Lux-Zahl auf der Verpackung zu achten. Beispielsweise spielt das Alter der Leuchtmittel eine Rolle – sie werden im Laufe der Zeit dunkler. Das ist bei der Neuplanung zu berücksichtigen. Empfohlen wird, mit einem Faktor von 2/3 zu planen. Möchte man also 500 Lux auf Dauer sicherstellen, dann sollte die neue Beleuchtung 750 Lux betragen.

Überhaupt, die Leuchtmittel. Es gibt viele unterschiedliche mit jeweiligen Vor- und Nachteilen. Statt diese hier auszubreiten möchte ich lieber auf die Online-Academy von Philips hinweisen. Neben einer kompakten Grundlagenschulung zum Thema Beleuchtung werden dort auch die unterschiedlichsten Leuchtmittel erklärt – von modernen, energieeffizienten LEDs bis hin zur klassischen Leuchtstofflampe.

Ein CoWorking-Ort als Arbeitsumgebung ist mehr als eine Ansammlung von Schreibtischen, ergänzt um einen Besprechungsraum. Das ist die Basis. Einen gut gemachten, nutzerfreundlichen CoWorking-Ort erkennt man auch an der Professionalität der Arbeitsumgebung. Licht ist ein Aspekt davon.



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