Coworkinghaus Essen: Wohnen & Arbeiten für Alt & Jung

Veröffentlicht am 5. Juli 2010 von Felix Schürholz in Kategorie: CoWorking Basics, Konzeptionelles, CoWorking Klatsch & Tratsch, CoWorking Kultur, Fundsachen, Praxisberichte, Beispiele, Best-Practice | Trackback URL | Zur Diskussion

Nach sechs Jahren Unperfekthaus in Essen plant Reinhard Wiesemann jetzt eine Erweiterung des Coworking Angebots mit dem Coworkinghaus. Neben zusätzlichen Schreibtischen, die auch fest gebucht werden können, geht es Wiesemann im Zentrum um zwei Aspekte: Integration von Alt & Jung, sowie Wohnen und Arbeiten.

Am Beispiel seines eigenen Vaters und Großvaters, die jeweils, die Buchhaltung für die Unternehmen ihrer Söhne gemacht haben, verdeutlicht er, wie so eine Integration aussehen kann. Wiesemann: “Ich will “Wohnen & TUN” für Ältere anbieten und die Teilmenge älterer Leute adressieren, die nicht nur in Konzerte, auf Reisen oder zur Gymnastik gehen will. Manche Ältere wollen und können sich auch arbeitsmäßig einbringen, entweder, weil sie etwas “sinnvolles tun”, oder weil sie ihre Rente aufbessern wollen. Wer ehrenamtlich arbeiten will, findet bereits genug Angebote, das muß ich nicht erweitern. Was ich schaffen will, ist bezahlte Arbeit auch für Ältere, einen Marktplatz dafür, ggf. auch eine Tauschbörse, aber auch richtig bezahlte Arbeit, bei der auch Versicherung und Steuern bezahlt werden. Meiner Einschätzung nach ist das gleichzeitig auch DER Weg, um den Kontakt zu Jüngeren aufrechtzuerhalten, und dadurch paßt es hervorragend zu “Coworking”, weil Ältere tendenziell manchmal gern ruhige Standardaufgaben suchen, während Jüngere sich nie festlegen wollen und mit Buchhaltung, Bürodiensten usw. ihre Mühe haben. … Mein Vater hatte, als ich meine erste Firma (W&T) aufgebaut hatte, später auch die Buchhaltung gemacht. Bei seinem Vater war es genauso. Das ist für Alt&Jung eine hervorragende Lösung!”.

Neben dem Coworking sollen ca. 25 Appartements entstehen, möbliert und unmöbliert, teilweise seniorengerecht & rollstuhlgeeignet, als auch mit der Möglichkeit eine “glückliche” Beziehung “Tür an Tür” zu führen.

Die vorläufige Planung für die 8 Etagen beinhaltet auch eine Wohngemeinschaft, Bastelräume, Gemeinschaftsflächen und einen Marktplatz.

Ich halte dieses Projekt für sehr vielversprechend und wünsche allen Beteiligten und Unterstützern viel Erfolg!!!



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