Kreativwirtschaft entdeckt Coworking und Open Space

Veröffentlicht am 18. November 2010 von Felix Schürholz in Kategorie: Arbeitstechnik, Selbstmanagement, CoWorking Kultur, Crowdsourcing, Gruppenprozesse, Kreativität, Services und Unterstützung, Videos | Trackback URL | Zur Diskussion

“Allein war gestern” rufen die Coworker und der Ruf wird auch von den Vertretern der Kreativwirtschaft wahrgenommen. Aktuelles Beispiel, vom 4. November 2010, die Veranstaltung der Wirtschaftskammer Österreich mit dem Titel „Raus aus dem Home Office? The world outside“. Stellvertretend für viele Sprecher des Abends möchte ich Frau Gertraud Leimüller, die Vorsitzende der creativ wirtschaft austria zitieren: „Das räumliche Umfeld hat einen hohen Einfluss auf die Arbeit von Selbstständigen. Oft gelingt eine unternehmerische Weiterentwicklung im Gemeinschaftsbüro besser als einsam im Büro daheim. Jeder Kreativschaffende soll deshalb genau überlegen, wo er für sich den besten Output erzielen kann, und nicht den Fehler machen, sich nur aus finanziellen Gründen für das Home Office zu entscheiden.“

Das es sich bei dieser Entscheidung nicht um eine Wahl weniger Einzelner handelt machen folgende Zahlen aus Österreich deutlich. Frau Elisabeth Zehetner, Geschäftsführerin des Gründer-Service der WKÖ, vermeldete: „Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) prägen zunehmend das Bild der Unternehmenslandschaft in Österreich. 54,5 Prozent aller Unternehmen sind EPU. Also Menschen, die selbstständig und ohne Mitarbeiter ihren beruflichen Alltag meistern.“

Diese Aussagen und Zahlen verdeutlichen sehr anschaulich die Relevanz und Bedeutung von Coworking, sowohl für die Gruppe der Kreativschaffenden, als auch die Gesellschaft als Ganzes.

Doch wie funktionieren Coworking und Open Space, damit sie diesen Mehrwert für Kreativschaffende produzieren können? Beide setzen und fokussieren sich auf die Bedeutung von “informeller Kommunikation”, die in einen freiwilligen, jedoch zielorientierten Rahmen eingebunden ist. In beiden Fällen wollen die Teilnehmer, ihr Projekt, ihre Arbeit oder eine gemeinsame Zielsetzung voranbringen, ohne dass sie vorher genau wissen, mit wem, wann und wie genau dieser Mehrwert entsteht. Ein scheinbar chaotischer Prozess (siehe Open-Space Zeitraffer-Video,  unten), der bisher immer noch, bei Anwendung von ein paar einfachen Grundregeln, sehr produktiv und erfolgreich war (und sein wird ;-)))).

Ob Coworking oder Open-Space, beide setzen implizit auf die “Coffee-Break” Metapher, also die Möglichkeit sich informell und ungezwungen (wie bei einer Tasse Kaffee oder am Kopierer), genau über die Themen auszutauschen, die einem gerade “unter den Nägeln brennen“.

Wer Coworking noch nicht ausprobiert hat, der/dem empfehle ich einen Blick ins CoWorking Verzeichnis, um den Coworking Space in seiner/ihrer Nähe zu finden. Probieren geht über studieren, und wahrscheinlich gibt es auch einen guten Kaffee!!!



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