Nicht umsonst haben professionelle Handwerker bessere Werkzeuge als Heimwerker – es arbeitet sich besser, länger und gesundheitsschonender damit. Für Büroarbeiter sind Schreibtisch und Stuhl Teil des Werkzeugkastens. Grund genug, einen intensiveren Blick drauf zu werfen.
Sitz-Steh-Arbeitstische sind ein Beispiel für absolut sinnvolles Equipement. Neben einer besseren Arbeitsdynamik, z.B. durch spontane kurze Stehbesprechungen am Arbeitsplatz, sprechen vor allem ergonomische Gründe für diese Ausstattung: Sitz-Steh-Arbeitsplätze haben sich in diversen Studien als geeignetes Mittel erwiesen, Rückenleiden zu reduzieren. Der Preistrend dafür zeigt übrigens nach unten.
Das Video der IndyHall aus Philadelphia zeigt es sehr gut. Beim Coworking geht es neben WLAN, Besprechungsräumen und Ticketkategorien ganz zentral um Community und vernetztes Arbeiten.
Die Betreiber sagen es ganz deutlich auf ihrer Webseite, es geht nicht so sehr um die Tische, sondern darum, was man/frau an den Tischen bewegen kann, wenn die Kernwerte Zusammenarbeit, Offenheit, Gemeinschaft, einfacher Zugang für alle (physisch, finanziell), Vielfalt und Nachhaltigkeit gelebt werden.
Für viele Selbständige waren Konferenzen und Messen bisher die wichtigsten Orte, um sich und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit zu zeigen. Coworking bietet jetzt eine wichtige Erweiterung und Ergänzung zu diesen Formen der Präsentation. Viele Café-Wissens-Arbeiter waren sich dessen vielleicht nicht bewusst, aber das Arbeiten im Café stellt auch eine Form des “kleinen Messeauftritts” dar. Potentiell könnte sich hier jedes aufgeklappte Laptop schnell in einen kleinen Messestand verwandeln, wenn das Umfeld dazu geeignet wäre. Doch Cafés bieten in der Regel nicht den passenden Rahmen, um Professionalität und Nachhaltigkeit von Anbieter und Angebot zu unterstreichen.
Dennoch gilt bei uns in der Regel: Ein Deutscher, der behauptet, Unternehmertum sei endlich “cool” geworden, wird unter dem begründeten Verdacht stehen, Wahlwerbung für die Jungen Liberalen zu machen – und das noch eher ungeschickt. (Markus Albers)