17 Städte im deutschsprachigen Raum haben vom 13. bis 19. September mit 113 Veranstaltungen das Thema Coworking einer breiteren, interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Nach meiner eigenen Einschätzung haben über 2.000 Besucher die Angebote der Coworking Week genutzt. Fast unter Ausschluss der Presse hat sich damit eine “Grass-Roots” Bewegung enorm stärken können. Als Hintergrundinformation: Unser deutsches CoWorking Verzeichnis beinhaltet mittlerweile 41 Coworking Spaces und mit dem im Vorfeld der Coworking Week entstandenen CoWorking-Starter Verzeichnis könnten bald schon 13 dazu kommen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung!
Coworker wollen und können dazu beitragen unsere Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Dies geschieht nicht nur durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen (Büroraum, Büroausstattung etc.) sondern auch durch die Etablierung nachhaltiger und ökologisch sinnvoller Prozesse. Diese aktive und wache Auseinandersetzung mit der Umwelt hat auch zu einer verstärkten Sensibilisierung für die Herstellung von Kunststoff bzw. Biokunststoff unter Coworkern geführt.
Die “bausteln-Aktivisten” haben daraus ein informatives und unterhaltendes Event gemacht.
Zusammenarbeit (sprich Coworking) als Wirtschaftsmodell in einer Kultur, die von Wettbewerb geprägt ist, geht das? Natürlich, solange die Teilnehmer die Kernwerte von partnerschaftlichem Austausch und gegenseitigem Respekt in Form einer stabilen Coexistenz praktizieren.
Für wen dies auf der Hand liegt, der braucht nicht weiter zu lesen, für alle anderen eine Erläuterung. Wir befinden uns meiner Einschätzung nach, nach der industriellen Revolution und der digitalen Revolution, im Zeitalter der “kommunikativen Revolution”. Aus Wissensarbeitern der digitalen Revolution, werden langsam Coworker der kommunikativen (lies: miteinander teilenden, sich mitteilenden) Revolution. Die Coworker der kommunikativen Revolution emanzipieren sich von der prädominanten Nutzung digitaler Medien, virtueller Welten und digitalem Denken hin zu einer ganzheitlichen, nachhaltigen Welt der Coexistenz.
Die quality-office-Iniative hat die Bürotrends für 2010 veröffentlicht. Sie stehen ganz im Zeichen des ergonomischen und flexiblen Arbeitens – also typische CoWorking-Anforderungen.
Bürostühle
Komfort durch Anpassbarkeit auf den Nutzer und durch Rückenlehnen, die sich der Körperform anpassen.
Einfachheit in der Bedienung, ohne dabei die individuelle Einstellmöglichkeiten zu limitieren
Gerade der letzte Punkt ist eine zentrale Eigenschaft für CoWorking-Spaces. Nur wenn es einfach ist, werden die wechselnden Nutzer die angebotenen Vorzüge auch nutzen.
Die deutschsprachige Coworking Bewegung hat beim Treffen in Köln am 12. Juni 2010 einen weiteren erfolgreichen Schritt zur besseren Vernetzung und dem Aufbau einer überregionalen Zusammenarbeit gemacht. Neben einem allgemeinen Erfahrungsaustausch über aktuelle Entwicklungen und Projekte, standen Themen wie die Veranstaltung einer gemeinsamen Coworking Week im September (KW 37, 13. bis 19. September 2010) im Fokus.
Es wurde verabredet ein überregionales ”Coworking-Week Team” zusammenzustellen, dass sich besonders um eine koordinierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmern wird. Teammitglieder sind Christoph Fahle (betahaus), Bastian Klein (ClubOffice), Sebastian Sooth (Hallenprojekt) und Felix Schürholz (CoWorking News).