Für viele Selbständige waren Konferenzen und Messen bisher die wichtigsten Orte, um sich und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit zu zeigen. Coworking bietet jetzt eine wichtige Erweiterung und Ergänzung zu diesen Formen der Präsentation. Viele Café-Wissens-Arbeiter waren sich dessen vielleicht nicht bewusst, aber das Arbeiten im Café stellt auch eine Form des “kleinen Messeauftritts” dar. Potentiell könnte sich hier jedes aufgeklappte Laptop schnell in einen kleinen Messestand verwandeln, wenn das Umfeld dazu geeignet wäre. Doch Cafés bieten in der Regel nicht den passenden Rahmen, um Professionalität und Nachhaltigkeit von Anbieter und Angebot zu unterstreichen.
Für das Ausland gibt es sie bereits, die IHK-Firmenpools:
“Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) wollen mittelständische Unternehmen beim Einstieg in fremde Auslandsmärkte unterstützen. Als Starthilfe bieten sie dafür unter anderem so genannte Firmenpools an. Diese Interessengemeinschaften für die Ersterschließung eines bestimmten Marktes helfen, individuelle Kosten und Risiken zu senken. Derzeit unterhalten die IHKs in allen Teilen der Welt 31 Firmenpools.”
Montag, 30. November 2009, 17 Uhr, Probearbeiten im Studio 70 in Berlin. Anja (Journalistin), Martin (Kulturwissenschaftler), Mathias (Illustrator) und Sebastian (Projektberater, Hallenprojekt) arbeiten alle um und an dem “großen, langen Tisch” in der Raummitte. Sebastian erklärt: “Der Tisch ist Symbol und Ausdruck unseres gemeinsamen Arbeitens, entsprechend der Philosophie des Hallenprojektes.” Gemeinschaft wird hier konkret gelebt, Einzeltische stehen hier nicht hoch im Kurs.
Als Mit-Initiator von Coworking in München hatte ich gerade ein “Aha-Erlebnis”. 12 Freunde aus München haben sich in der Bürogemeinschaft “ZAMMAT” [auf hochdeutsch: Zusammen] organisiert. Ort: Eine ehemalige Druckerei mitten in der Maxvorstadt. Anders als beim Coworking sind alle feste Mieter. Dafür profitieren sie von einem tollen Mix, auf einer riesigen Fläche, zu einem unschlagbaren Preis. 650 m² für 12 macht fürstliche 54 m² pro Person. Das Konzept:
“Mit Freunden arbeiten. Film, Gestaltung, Web-Entwicklung, Literatur und Boxstudio.”
Ein gemeinsamer, lokaler Business Wettbewerb in New Orleans, ausgerichtet durch Idea Village und 504ward, fördert die Wirtschaft und Coworking. 225.000 $ wurden verteilt.
Im Rahmen des Wettbewerbs hatten sich auch einige Coworking Initiativen mit ihren Projekten beworben. Das Projekt Launch Pad erhielt 25.000 $: